Blut im Harn ist häufig schmerzlos, aber selten ungefährlich

Wenn sich Blut im Harn befindet, ist das ein ernstes, alarmierendes Zeichen. Insbesondere wenn Sie keine Schmerzen haben, können sich hinter diesem Symptom schwerwiegende Erkrankungen verstecken. Mittels Ultraschall und Blasenspiegelung (Zystoskopie) können wir rasch abklären, woher das Blut kommt. Dabei wird mit einem sehr dünnen Instrument schmerzfrei die Blase inspiziert.

Wann hat man Blut im Harn?

Finden sich Blutspuren im Urin (Hämaturie) kann das auf Erkrankungen der Blase, der Nieren und anderer Harnwegsorgane hindeuten. Am häufigsten kommt es im Rahmen von Harnwegsinfekten und während der Mensis (Menstruation) von Frauen vor, es kann aber auch ein Zeichen eines bösartigen Tumors der Blase sein. Besonders gefährdet sind Raucher, weil sich die Giftstoffe aus dem Zigarettenrauch im Harn sammeln und dann für lange Zeit über den Harn auf die Blase einwirken können. Doch ein bösartiger Tumor in der Blase, rechtzeitig erkannt, ist fast immer heilbar.

 

In einigen Fällen zeigt sich Blut im Harn auch bei gesunden Menschen, insbesondere nach einer extremen körperlichen Belastung. Dies ist in der Regel aber harmlos. Zur Sicherheit empfehlen wir in solchen Fällen jedoch trotzdem den Urologen aufzusuchen um Krebs oder Nierensteine auszuschließen.

Gehen Sie daher kein unnötiges Risiko ein. Vereinbaren Sie, sollten Sie Blut im Harn feststellen, möglichst rasch einen Termin im Urologenzentrum.