Chronische Verspannungen der Beckenbodenmuskulatur

Unter chronischen Beckenbodenschmerzen versteht man andauernde Schmerzzustände im Bereich des Beckenbodens. Davon können die Harnröhre, Prostata, Blase, Leistengegend und der Dammbereich betroffen sein. Männer erleben die Schmerzen, die sich vom Damm bis nach vorne in den Penis und die Hoden oder nach hinten Richtung After ausbreiten können, oft als ziehend und drückend. Frauen sprechen von brennenden Schmerzen im Bereich der äußeren Geschlechtsorgane, die sich bis in den After ausdehnen können. Sitzen und Kälte werden von beiden als äußerst unangenehm empfunden, ebenfalls das Wasserlassen und der Geschlechtsverkehr. Zudem besteht häufiger Harndrang.

Was tun bei chronischen Beckenbodenschmerzen?

Die Ursachen für diese unangenehmen Schmerzen sind noch immer nicht ganz geklärt. Mittels genauer urologischer Untersuchung können jedoch mögliche Ursachen und Grunderkrankungen, die dazu geführt haben, ausgeschlossen werden. Im Anschluss kann eine adäquate und symptomenorientierte Therapie eingeleitet werden. Dazu zählen physikalische Therapie, Biofeedback, Beckenboden-Elektrostimulation und Triggerpunkt-Therapie sowie komplementärmedizinische Methoden wie Phytotherapie (Pflanzenheilkunde), Cranio-Sacrale Therapie und Akupunktur. Bei sehr ausgeprägten Formen werden krampflösende und schmerzlindernde Medikamente empfohlen.

Beckenbodentraining für Frauen und Männer?

Ein spezifisches Beckenbodentraining macht sowohl bei Frauen als auch bei Männern Sinn. Es wird bei allen Störungen des Stütz- und Halteapparats von Blase, Scheide und Gebärmutter empfohlen und kann auch zur Stärkung der Manneskraft beitragen. Dabei geht es nicht nur um die Aktivierung des Beckenbodens, sondern auch um das richtige Erlernen von Entspannung. Unsere kompetente Physiotherapeutin Viktoria Widhalm aus dem Beckenboden-Kompetenzzentrum unterstützt Sie dabei. Vereinbaren Sie gleich heute einen Termin bei unserer Beckenbodenspezialistin!

Wann wird Beckenbodentraining erfolgreich eingesetzt?

  • Bei Harnverlust und  Blasenschwäche
  • Bei häufigen Blasenentzündungen
  • Bei chronischen Beckenbodenschmerzen
  • Bei Erektionsstörungen und vorzeitigem Samenerguss
  • Bei Nachträufeln zur Geburtsvorbereitung und -Nachsorge