Kann ich als Mann auch von einem „Wechsel“ betroffen sein?

Ja- wie Frauen können auch Männer einen Wechsel bekommen. Anders als bei der Frau kommt es jedoch nicht zu einem abrupten Verlust der Sexualhormone, sondern zu einem allmählichen Absinken derer.

Fälschlicherweise wird dieses Phänomen gesellschaftlich häufig als eine Art „Lifestyle-Problem“ dargestellt. Der männliche Wechsel ist jedoch eine ernstzunehmende Krankheit mit weitreichenden Konsequenzen, wenn er nicht behandelt wird.

Altersbedingt tritt die hormonelle Umstellungsphase bei jedem Mann auf. Bei vielen Männern ist der Testosteronspiegel so hoch, dass keine Probleme auftreten. Wenn es durch einen niedrigen Testosteronspiegel zu Störungen kommt, wird vom „Late Onset Hypogonadismus“ (LOH) gesprochen.

Welche Beschwerden können Auftreten?

Wie bereits erwähnt kommt es beim männlichen Wechsel zu einem Abfall des Sexualhormonspiegels, also des Testosterons. Die Symptome, die dadurch auftreten können, sind vielseitig. Häufig macht er sich durch Hitzewallungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depression, Unruhe und Nervosität oder Stimmungsschwankungen bemerkbar. Der Abfall des Testosterons kann aber auch zu Osteoporose (Knochenschwund), Verlust der Libido, Erektionsstörungen, Schlafstörungen, Leistungsabfall, Zunahme an Körpergewicht und Verlust von Muskelmasse führen.

Kann ich einen zu niedrigen Testosteronspiegel vorbeugen?

Tatsächlich ist es möglich, durch einen bestimmten Lebensstil einem niedrigen Testosteronspiegel entgegenzuwirken.  Empfehlenswert ist hierbei Folgendes:

  • Regelmäßiges Ausdauertraining (3×1 Stunde/Woche)
  • Moderates Krafttraining (2×30 min/Woche)
  • Adäquate Ernährung (wenig Süßes/ möglichst kein Alkohol/ eiweißhaltige Ernährung)
  • Reges Sexualleben („Use it or lose it!“) – jede Ejakulation pusht den Testosteronspiegel
  • Entstressen und entspannen

Wie lässt sich Testosteronmangel behandeln?

Als ersten Schritt empfehlen wir vom Urologenzentrum eine ausführliche Abklärung mittels eines Arztgesprächs– wir greifen auf jahrelange Erfahrung zurück, womit wir rasch die Ursache des Problems eruieren können. Bei einem symptomatischen Testosteronmangel leiten wir eine Behandlung mit Testosterongel oder eine gezielten Spritzenkur ein. Gewisse Beschwerden des Testosteronmangels benötigen längere Zeit, bis sie mithilfe der Therapie verschwinden. Bei einer Testosteronersatztherapie ist es deshalb wichtig Geduld aufzubringen und regelmäßig zu den Kontrollen zu kommen.