Der männliche Wechsel verläuft anders als der weibliche Wechsel

Der männliche Wechsel ist eine ernst zu nehmende und zu behandelnde Krankheit mit weitreichenden Konsequenzen. Es handelt sich dabei um kein Lifestyle-Problem, wie häufig fälschlich behauptet wird!

Parallel zum weiblichen Wechsel gibt es auch den männlichen Wechsel. Beim Testosteronmangel des Mannes kommt es aber, anders als bei der Frau, nicht zu einem abrupten Verlust der Sexualhormone, sondern zu einem allmählichen Absinken derselben. Der manchmal verwendete Ausdruck Andropause ist daher irreführend.

Wer ist vom männlichem Wechsel betroffen?

Die hormonelle Umstellungsphase tritt altersbedingt bei jedem Mann auf. Allerdings ist der Testosteronspiegel bei vielen Männern ausreichend hoch, sodass nicht bei allen Männern Probleme auftreten. Nur wenn es durch den niedrigen Testosteronspiegel zu Störungen kommt, spricht man von „Late Onset Hypogonadismus“ (LOH).

Beschwerden beim „Late Onset Hypogonadismus“ (LOH)

Der Abfall des Sexualhormonspiegels (Testosteron) verursacht Hitzewallungen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Depressionen, Unruhe und Nervosität, Stimmungsschwankungen, Osteoporose (Knochenschwund), Verlust der Libido, Erektionsstörungen, Schlafstörungen, Leistungsabfall, Zunahme des Körpergewichts sowie Verlust von Muskelmasse.

Wie kann Mann seinen Testosteronspiegel pflegen?

Mann kann es tatsächlich durch einen bestimmten Lebensstil selbst in die Hand nehmen. Empfehlenswert ist Folgendes:

  • Regelmäßiges Ausdauertraining (3×1 Stunde/Woche)
  • Moderates Krafttraining (2×30 min/Woche)
  • Adäquate Ernährung (wenig Süßes, möglichst kein Alkohol, reich an Eiweiß)
  • Reges Sexualleben („Use it or lose it!“) – jede Ejakulation pusht den Testosteronspiegel
  • Entstressen und entspannen

Behandlung des Testosteronmangels

Nach einer ausführlichen Abklärung in unserem Urologenzentrum wird bei einem symptomatischen Testosteronmangel eine Behandlung mit Testosterongel oder einer gezielten Spritzenkur eingeleitet. Für Patienten unter Testosteronersatztherapie ist es wichtig, zu den regelmäßigen Kontrollen zu kommen und Geduld mit der Therapie zu haben. Manche Beschwerden des Testosteronmangels brauchen lange Zeit bis Sie mithilfe der Therapie verschwinden.