Physiotherapeutin erklärt einer Patientin am Beckenmodell die Beckenbodenmuskulatur – Beckenbodenphysiotherapie im Urologenzentrum Wien

Beckenboden Physiotherapie

Die Beckenbodenphysiotherapie dient der Behandlung von Funktionsstörungen der Beckenbodenmuskulatur. Dazu gehören eine erhöhte Muskelspannung, eine verminderte Kraft oder Schwierigkeiten beim gezielten Anspannen und Entspannen. Diese können zu Harnverlust, Problemen beim Wasserlassen und Schmerzen im Beckenbereich beitragen. Im Urologenzentrum Wien bieten wir individuelle Beckenbodenphysiotherapie für Frauen an. Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und dem physiotherapeutischen Befund.

Wann ist Beckenbodenphysiotherapie sinnvoll?

Eine Behandlung kann bei folgenden Beschwerden hilfreich sein:

  • Belastungsinkontinenz: Harnverlust beim Husten, Niesen, Lachen oder Sport.
  • Häufiger oder starker Harndrang: Hier können Beckenboden- und Blasentraining Teil der Behandlung sein.
  • Blasenentleerungsstörungen: Wenn eine unzureichende Entspannung oder gestörte Koordination des Beckenbodens das Wasserlassen erschwert.
  • Schmerzen im Beckenbereich oder beim Geschlechtsverkehr: Wenn
  • Verspannungen oder eine Funktionsstörung der Beckenbodenmuskulatur zu den Beschwerden beitragen.
  • Beckenbodenbeschwerden nach Schwangerschaft und Geburt oder im Zusammenhang mit einer Organsenkung.

Ob Physiotherapie für Sie geeignet ist, hängt von der Ursache Ihrer Beschwerden ab. Bei noch ungeklärten Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Entspannung, Koordination und Kräftigung

Ein gut funktionierender Beckenboden muss sich gezielt anspannen und entspannen können. Bei dauerhaft erhöhter Muskelspannung steht das Erlernen der Entspannung im Vordergrund. Dies kann insbesondere bei bestimmten Schmerzen und funktionellen Problemen beim Wasserlassen wichtig sein.
Bei verminderter Muskelkraft ist hingegen ein angeleitetes Beckenbodentraining sinnvoll.
Auch die Koordination mit Atmung und Bewegung wird berücksichtigt. Welche Maßnahmen eingesetzt werden, richtet sich nach Ihrem individuellen Befund.

Biofeedback zur Unterstützung der Behandlung

Biofeedback kann ergänzend eingesetzt werden, um die Funktion des Beckenbodens besser wahrzunehmen. Durch eine technische Rückmeldung können Sie nachvollziehen, wie Ihre Muskulatur beim Anspannen und Entspannen reagiert.

Dies kann dabei unterstützen, Bewegungsabläufe gezielter zu erlernen. Ob Biofeedback für Sie sinnvoll ist, wird im Rahmen der physiotherapeutischen Befundung beurteilt.

Ablauf der Beckenbodenphysiotherapie

Beim ersten Termin besprechen wir Ihre Beschwerden, bisherigen Behandlungen und persönlichen Therapieziele. Anschließend erfolgt eine physiotherapeutische Befundung. Die Untersuchungsschritte werden Ihnen erklärt und erfolgen mit Ihrem Einverständnis.

Auf dieser Grundlage wird ein individueller Behandlungsplan erstellt. Sie erhalten passende Übungen und Hinweise für den Alltag. Regelmäßiges selbstständiges Üben ist ein wesentlicher Bestandteil der Behandlung.

Häufig sind mehrere Termine über einen längeren Zeitraum sinnvoll. Bei Folgeterminen werden Ihre Fortschritte überprüft und die Übungen angepasst. Anzahl und Abstand der Termine richten sich nach dem Befund und Ihren Therapiezielen.


Vorbereitung und ärztliche Verordnung

Bringen Sie vorhandene urologische oder gynäkologische Befunde und (sofern vorhanden) eine ärztliche Verordnung mit. Informieren Sie unsere Physiotherapeutin über eine Schwangerschaft, eine kürzlich erfolgte Geburt oder Operationen im Beckenbereich.
Bequeme Kleidung erleichtert die Untersuchung und das gemeinsame Üben.

Kosten und Terminvereinbarung

Eine Einheit Beckenbodenphysiotherapie dauert 50 Minuten und kostet 95 Euro.
Sie können Ihren Termin direkt vereinbaren, auch wenn Sie bisher nicht im Urologenzentrum in Behandlung waren. Eine bestehende Behandlung bei unseren Ärztinnen und Ärzten ist dafür keine Voraussetzung.

Mit einer ärztlichen Verordnung können Sie die bezahlte Honorarnote in der Regel bei Ihrer Krankenkasse einreichen und erhalten einen Teil der Kosten zurück.


Häufige Fragen zur Beckenbodenphysiotherapie

Die Beckenbodenphysiotherapie hilft bei Funktionsstörungen der Beckenbodenmuskulatur. Je nach Beschwerden stehen Entspannung, Koordination oder gezielte Kräftigung im Mittelpunkt der Behandlung.

Beckenbodenphysiotherapie kann bei Harninkontinenz, häufigem Harndrang, Blasenentleerungsstörungen und Schmerzen im Beckenbereich hilfreich sein. Auch nach Schwangerschaft und Geburt oder bei Beschwerden im Zusammenhang mit einer Organsenkung kann eine Behandlung sinnvoll sein.

Ja. Nicht immer ist eine schwache Muskulatur das Problem. Bei einem dauerhaft angespannten Beckenboden liegt der Schwerpunkt auf gezielter Entspannung und verbesserter Muskelkoordination.

Beim ersten Termin besprechen wir Ihre Beschwerden und Therapieziele. Anschließend erfolgt eine physiotherapeutische Befundung. Alle Untersuchungsschritte werden erklärt und erfolgen mit Ihrem Einverständnis. Darauf aufbauend wird ein individueller Behandlungsplan erstellt.

Biofeedback ist eine Methode, mit der die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur durch technische Rückmeldungen sichtbar oder nachvollziehbar gemacht wird. Dies kann helfen, das gezielte Anspannen und Entspannen besser zu erlernen.

Die Anzahl der Termine hängt von Ihren Beschwerden, dem physiotherapeutischen Befund und Ihren Therapiezielen ab. Häufig sind mehrere Behandlungseinheiten sinnvoll. Regelmäßiges selbstständiges Üben unterstützt den Therapieerfolg.

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